Künstler-Biographien

Dietmar Bär

Dietmar Bär, 1961 in Dortmund geboren, entdeckte sein Interesse für die Schauspielerei bereits in der Schule und ging nach dem Abitur zur Ausbildung an die Westfälische Schauspielschule Bochum. Als Kommissar Freddy Schenk ist er seit 1997 im Kölner Tatort in über 70 Fällen im Einsatz und wurde 2000 gemeinsam mit Klaus J. Behrendt mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2012 wurde Dietmar Bär mit der Goldenen Kamera von HÖRZU als Bester deutscher Schauspieler für den Film Kehrtwende geehrt. 2018 hatte Für meine Tochter (Regie: Stephan Lacant) auf dem Filmfest München seine Premiere. Von 2010 bis 2018 war er im Schauspielhaus Bochum auf der Bühne zu sehen und erhielt 2017 für sein Schaffen dort den Bernhard-Minetti-Preis. 

Im November 2018 hatte er mit dem Stück Furor am Schauspiel Frankfurt Premiere. Er ist Hörbuchfans bestens bekannt, unter anderem als feste Stimme für Håkan Nesser und Stieg Larsson. 2020 steht er u.a. für die Miniserie Little America unter der Regie von Dror Zahavi vor der Kamera und wird in dem Kinofilm Gott, Du kannst ein Arsch sein (Regie: André Erkau) auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Dietmar Bär gründete mit Kollegen des Tatort Teams den Verein Tatort-Straßen der Welt e.V., der sich für die Belange benachteiligter Kinder einsetzt und erhielt 2015 zusammen mit Klaus J. Behrendt für seine ehrenamtliche Arbeit den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Christian Berkel

Aufgewachsen in Paris, nahm der gebürtige Berliner Christian Berkel (*1957) ersten Schauspielunterricht in Frankreich, bevor er seine Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie absolvierte. Mit seinem unverwechselbaren Spiel und seinem charakteristischen Aussehen bleibt der preisgekrönte Schauspieler dem Zuschauer sofort in Erinnerung, sei es in zahlreichen Kinofilmen wie dem Psychothriller Das Experiment (2001) von Oliver Hirschbiegel oder als Hauptkommissar Bruno Schumann in der erfolgreichen ZDF/TV-Reihe Der Kriminalist. Erste Rollen übernahm er in Das Schlangenei (1977) des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann und in Douglas Sirks Sylversternacht – Ein Dialog (1978).

Einem internationalen Publikum ist er vor allem durch seine Rollen im Oscar-nominierten Historiendrama Der Untergang (2004, Regie: Oliver Hirschbiegel), in Black Book (2006, Regie: Paul Verhoeven), der ebenfalls für den Oscar nominiert und Teil der offiziellen Auswahl der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und des Toronto International Film Festivals war, in dem Kriegsfilm Miracle at St. Anna (2008, Regie: Spike Lee), in Valkyrie (2008, Regie: Bryan Singer) mit Tom Cruise, Quentin Tarantinos Inglourious Basterds (2009), in dem er u.a. neben Brad Pitt und Christoph Waltz zu sehen war, Guy Ritchies Spionagethriller The Man from U.N.C.L.E (2015) oder an der Seite von Isabelle Huppert in Elle (2017) von Paul Verhoeven, der in Cannes Weltpremiere feierte und für Frankreich ins Oscar-Rennen ging. 2018 ist sein Autorendebüt Der Apfelbaum erschienen, das die deutschen Buch-Bestseller-Charts erreichte, inzwischen in vielen internationalen Übersetzungen vorliegt und 2021 verfilmt wird.

Christian Berkel lebt mit seiner Familie in Berlin.

Benno Fürmann

Benno Fürmann, 1972 geboren, studierte Schauspiel am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York City. Im Kino war er u.a. in Doris Dörries Nackt, Christian Petzolds Wolfsburg und Christian Carions Oscar nominiertem Joyeux Noël zu sehen. In 2019 kam die Håkan Nesser Verfilmung Tod eines Autors zusammen mit Sir Ben Kingsley in die Kinos. Im TV ist Benno Fürmann zurzeit in der Serie Babylon Berlin zu sehen, die auf den Romanen von Volker Kutscher basiert. Fürmann erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis sowie den Grimme-Preis. Der Berliner macht Lesung und liest Hörbücher. Aktuell hört man ihn als Stimme des hochgelobten Romans Brüder von Jackie Thomae. Benno Fürmann ist vielseitig sozial engagiert, war 2006 Botschafter der Welt-AIDS-Tag-Kampagne, unterstützt den Verein Junge Helden, Amnesty International und die entwicklungspolitische Organisation ONE.

Nina Hoss

Mit sieben Jahren sprach sie Hörspielrollen, mit 14 stand sie das erste Mal auf der Theaterbühne. Trotz ihrer frühen Filmerfolge schloss sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin 1997 ab. Seit 1998 folgten Theaterengagements u.a. am Deutschen Theater in Berlin, beim Berliner Ensemble, am Schauspielhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen und dem Theater im Westen in Stuttgart. Ihr Filmdebüt gab Nina Hoss in Joseph Vilsmaiers Drama Und keiner weint mir nach. Durch diesen Film wurde Bernd Eichinger auf sie aufmerksam. Er engagierte sie 1996 für die Hauptrolle der Rosemarie Nitribitt in seinem TV-Remake des 50er-Jahre-Erfolgs Das Mädchen Rosemarie. Für den Part der Frankfurter Edelprostituierten, die 1957 ermordet wurde, gewann sie ein Jahr später bei der Verleihung der Goldenen Kamera die Lilli-Palmer-und-Curd-Jürgens-Gedächtniskamera als Beste Nachwuchsdarstellerin.

Für die Fernsehfilme Toter Mann (2002) und Wolfsburg (2003) wurde sie jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Mit Doris Dörries Komödie Nackt (2001) und Hermine Huntgeburths Afrika-Epos Die weiße Massai (2004) war sie auch im Kino erfolgreich. Für ihre schauspielerische Leistung in Christian Petzolds Kinodrama Yella wurde sie 2007 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären als Beste Darstellerin ausgezeichnet. 2011 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin berufen und 2016 war sie Jury-Mitglied des Filmfestival Venedig. Ein Jahr später übernahm sie, erneut unter der Regie von Christian Petzold, die Titelrolle in dem Spielfilm Barbara, der 2012 auf der Berlinale preisgekrönt wurde. 2014 feierte sie Premiere an der Schaubühne Berlin und war u.a. in den Filmen A most wanted man (Regie: Anton Corbijn) und Phoenix (Regie: Christian Petzold) im Kino zu sehen. 2016 folgte Homeland und im Jahr 2018 Return to Montauk (Regie: Volker Schlöndorf), der auf der Berlinale Weltpremiere feierte. Seit 2019 ist Nina Hoss Mitglied der Oscar-Jury der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Ihr neuester Film Das Vorspiel (Regie: Ina Weisse) ist im Januar 2020 angelaufen.

Max Moor (Schirmherr)

Der gebürtige Schweizer studiert an der Zürcher Schauspiel-Akademie und arbeitet als Film- und Theaterschauspieler. Seine über 25-jährige Karriere als Reporter und Moderator beginnt bei kunst-stücke im ORF. Mit dem Grimme-Preis-nominierten Canale Grande auf VOX wird er in Deutschland bekannt. Für die ARD konzipiert und moderiert er Ex! Was die Nation erregte, schreibt und moderiert für Premiere Studio/Moor, für das Schweizer Fernsehen Night Moor und für den SWR Kurzfilmnächte und Sondersendungen.

Für 3sat moderiert er ab 2005 das Magazin Kulturzeit, Specials und Sondersendungen zur Berlinale. 2007 übernimmt er die ARD-Kultursendung ttt – titel, thesen, temperamente.  

Im rbb ist er von 2009 bis2016 in drei eigenen Formaten zu sehen: Bauer sucht Kultur, Bücher und Moor sowie Köche und Moor.

Als Schauspieler sieht man Moor in Urs Eggers Opernball, Chris Kraus Vier Minuten und Simon Verhoevens Männerherzen. Ende 2009 erscheint sein Buch Was wir nicht haben, brauchen sie nicht, das sich bislang weit über eine halbe Millionen Mal verkauft hat, 2012 folgt Lieber einmal mehr als mehrmals weniger, 2015 sein drittes Buch Als Max noch Dieter war im Rowohlt Verlag. 2017 erscheint sein erstes Kinderbuch Flo und der Schnüffel-Büffel ebenfalls bei Rowohlt.

2015 und 2016 tourt er mit Planet Erde – Live in Concert sowie der Fortsetzung Eisige Welten – Live in Concert, bei der die gleichnamigen BBC-Naturdokumentationen live begleitet werden von einem 80-köpfigen Orchester vor bis zu 10.000 Zuschauern. Darüber hinaus präsentiert er die regelmäßigen Gesprächsreihen Berner Reden und Max Moor & die Kunst – Für alles und jeden? in Bonn.

Seit November 2017 bis Mitte 2018 steht er für das Theaterstück Unterleuten (nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh) im Theater Bonn auf der Bühne. Im November moderiert er den EDI.18 in Zürich und dreht für den ORF-Landkrimi Das letzte Problem. Seit 2018 ist Max Moor Schirmherr der Literaturlesungen im Rahmen der Potsdamer Schlössernacht.

Benjamin Sadler

Benjamin Sadler, 1971 in Toronto geboren, studierte an der Royal Academy of Dramatic Arts in London und in New York. Nach Auftritten in diversen TV Serien (Tatort, Wolffs Revier) und Fernsehdramen (z.B. Dresden) gelingt ihm 2007 dank des hochgelobten Zweiteilers Contergan der Durchbruch. 2009 ist er als Alfried von Bohlen und Halbach in der preisgekrönten Familienchronik Krupp – Eine deutsche Familie zu sehen. 2018 stand er für Als Hitler das rosa Kaninchen stahl vor der Kamera, aktuell dreht er für die Netflix Serie Tribes of Europa. Sadler ist Botschafter der Stiftung Achtung! Kinderseele.

Andrea Sawatzki

Andrea Sawatzki wurde 1963 in Bayern geboren und wuchs dort und in Baden-Württemberg auf. Mit 15 Jahren wurde sie Mitglied im Schultheater, wo sie ihre Leidenschaft für die Schauspielkunst entdeckte. Nach Abitur und erfolgreich abgeschlossenem Schauspielstudium führten diverse Theaterengagements Andrea Sawatzki von 1988 bis 1992 unter anderem an das Schauspielhaus Stuttgart, an die Landesbühne Wilhelmshaven und an die Münchner Kammerspiele. Ihr Talent und ihre Vielseitigkeit stellt sie seit 1988 auch in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen unter Beweis. 1997 wurde sie durch den Kinofilm Die Apothekerin einem größeren Publikum bekannt. 

Darüber hinaus spielte Andrea Sawatzki in erfolgreichen Kinofilmen wie Scherbentanz (Regie: Chris Kraus) und Das Experiment (Regie: Oliver Hirschbiegel). Als Tatort-Kommissarin Charlotte Sänger stand sie gemeinsam mit Jörg Schüttauf von 2002 bis 2010 vor der Kamera. Neben ihrer Schauspieltätigkeit liest Andrea Sawatzki Hörbücher (u. a. Glennkill, Gut gegen Nordwind, Alle sieben Wellen, die Romane von Nicci French und Alan Bradley) und wurde mit der Goldenen Schallplatte geehrt. Für ihre Rolle in der ZDF-Komödie Bella Vita (2010) erhielt Andrea Sawatzki neben zahlreichen anderen Preisen 2011 den Bayerischen Fernsehpreis. Für ihre Synchronisation in Der gestiefelte Kater wurde sie mit dem Deutschen Trickfilmpreis ausgezeichnet. Im März 2013 erschien ihr Romandebüt Ein allzu braves Mädchen, mit dem sie 10 Wochen in der Spiegelbestsellerliste vertreten war, und im Oktober die Weihnachtskomödie Tief durchatmen, die Familie kommt. Die Fortsetzung Von Erholung war nie die Rede folgte ein Jahr später, 2015 der Psychothriller Der Blick fremder Augen und der dritte Teil rund um die chaotische Familie Bundschuh Ihr seid natürlich eingeladen 2016. Im Oktober 2019 ist der vierte Teil Andere machen das beruflich erschienen. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Berkel, hat sie die Schirmherrschaft für die Stiftung Ein Platz für Kinder übernommen und unterstützt die Berliner Stadtmission.

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