Una Notte Italiana

Leise Töne – Markante Stimmen – Spannende Geschichten

Die Lesungen unter dem Motto „Leise Töne, markante Stimmen, spannende Geschichte(n)“ mit prominenten Stimmen aus der Film- und Fernsehwelt, die in 2018 erstmals als Teil der Potsdamer Schlössernacht stattfanden, erfreuten sich großer Beliebtheit beim Publikum und werden somit auch in 2019 erneut stattfinden. Auch hier wird es Italienisch!

Anders als das an beiden Abenden identische Programm der Schlössernacht unterscheiden sich die Lesungen – jede dieser Episoden wird es nur einmal geben.

Fernsehmoderator, Schauspieler und Autor Max Moor bleibt der Veranstaltung treu und wird auch 2019 als Schirmherr des Literaturprogramms agieren.

Freitag, 16. August 2019

Westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Hinweis: Die Stimmen der Lesungen werden auf die Terrasse des Orangerieschlosses übertragen.

Max Moor liest aus Giovannino Guareschi: Don Camillo und Peppone

Beginn: 18:30 Uhr | Dauer: ca. 75 min

Bei Don Camillo und Peppone handelt es sich um eine amüsante wie realistische Episodensammlung, die im Italien der Nachkriegszeit spielt. Der katholische Landpfarrer Don Camillo und sein mit ihm rivalisierender kommunistischer Bürgermeister Pepone ringen dabei um die Herzen ihrer Landsleute.

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Der gebürtige (und heute in Brandenburg lebende) Schweizer studierte an der Zürcher Schauspiel-Akademie und arbeitet seitdem als Film- und Theaterschauspieler, Moderator und Autor. Seine über 25-jährige Karriere als Reporter und Moderator begann bei kunststücke im ORF. Mit dem Grimme-Preis-nominierten Canale Grande auf VOX wurde er in Deutschland bekannt. Für die ARD konzipierte und moderierte er zudem Ex! Was die Nation erregte. Für 3sat moderierte er ab 2005 das Magazin Kulturzeit, Specials und Sondersendungen zur Berlinale. 2007 übernahm er das ARD Flaggschiff, die Kultursendung ttt – titel, thesen, temperamente und seither gehört er zu den streitbarsten und engagiertesten Kulturbotschaftern Deutschlands. Im rbb war er von 2009 bis 2016 in drei eigenen Formaten zu sehen: Bauer sucht Kultur, Bücher und Moor sowie Köche und Moor. Als Schauspieler trat Moor in Urs Eggers Opernball, Chris Kraus Vier Minuten und Simon Verhoevens Männerherzen in Erscheinung. Seit 2009 veröffentlichte er als Autor zudem insgesamt vier erfolgreiche Bücher, darunter das Kinderbuch Flo und der Schnüffel-Büffel. Seit November 2017 steht er für das Theaterstück Unterleuten (nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh) im Theater Bonn auf der Bühne. Moor ist seit 2018 Schirmherr der neuen Literaturreihe im Zuge der Potsdamer Schlössernacht.









Katharina Thalbach liest aus Carlo Collodi: Pinocchio

Beginn: 20:30 Uhr | Dauer: ca. 75 min

Pinocchio ist die legendäre Geschichte der kleinen Holzpuppe, die so gern ein Mensch geworden wäre. Das Werk ist seit über 100 Jahren ein Hit bei Jung und Alt. Insofern ist es nicht nur ein Kinderbuchklassiker, da die Geschichte ausführlich verhandelt, was das Menschsein an sich eigentlich ausmacht.

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Katharina Thalbach, geboren 1954 in Berlin, ist Schauspielerin, Hörbuchsprecherin, Regisseurin und wuchs, aus einer Theaterfamilie stammend, geradezu auf der Bühne auf. Neben dem Schauspiel führte sie Regie u.a. zu Schade, dass sie eine Hure ist am Maxim Gorki Theater, Der Raub der Sabinerinnen am Hans-Otto-Theater Potsdam und zuletzt Glasmenagerie in der Komödie am Kurfürstendamm, Berlin. Darüber hinaus war die preisgekrönte Schauspielerin in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter Die Blechtrommel (1987), Leander Haußmanns Sonnenallee (1999), Almanya (2009) und Til Schweigers Produktionen Kokowäh (2011) und Honig im Kopf (2014). Katharina Thalbach erhielt u.a. den Deutschen Filmpreis, den Adolf-Grimme-Preis, den Deutschen Comedy Preis als Beste Schauspielerin und 2016 den Kulturpreis Deutsche Sprache und den Jacob-Grimme-Preis. 2017 drehte sie unter der Regie von Yilmaz Arslans 1001 Leben. Im Herbst dieses Jahres wird sie in der Hauptrolle des neuen Films von Philipp Stölzl, Ich war noch niemals in New York, zu sehen sein. In ihrer unnachahmlichen Art ist Thalbach regelrecht Kult und zählt zu den beliebtesten Schauspielerinnen im Lande.



Samstag, 17. August 2019

Westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Hinweis: Die Stimmen der Lesungen werden auf die Terrasse des Orangerieschlosses übertragen.

Andrea Sawatzki und Christian Berkel lesen aus Clemens Brentano, Italo Calvino, u.a.: Italienische Märchen

Beginn: 18:30 Uhr | Dauer: ca. 75 min

Die italienischen Märchen sind sinnlich, farbenfroh und magisch und entführen den Zuhörer in traumhafte italienische Landschaften. Die Besucher dürfen sich auf einen Kranz ebenso heiterer wie rührender, geheimnisvoller Geschichten freuen, die Deutschlands berühmtestes Schauspielerpaar im Duett vortragen wird.

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Andrea Sawatzki wurde 1963 in Bayern geboren und wuchs dort und in Baden-Württemberg auf. Mit 15 Jahren wurde sie Mitglied im Schultheater, wo sie ihre Leidenschaft für die Schauspielkunst entdeckte. Nach Abitur und erfolgreich abgeschlossenem Schauspielstudium führten diverse Theaterengagements Andrea Sawatzki von 1988 bis 1992 unter anderem an das Schauspielhaus Stuttgart, an die Landesbühne Wilhelmshaven und an die Münchner Kammerspiele. Ihr Talent und ihre Vielseitigkeit stellt sie seit 1988 auch in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen unter Beweis. 1997 wurde sie durch den Kinofilm „Die Apothekerin“ einem größeren Publikum bekannt. Darüber hinaus spielte Andrea Sawatzki in zahlreichen deutschen erfolgreichen Kinofilmen wie „Scherbentanz“ (Regie: Chris Kraus) und „Das Experiment“ (Regie: Oliver Hirschbiegel). Als „Tatort“-Kommissarin Charlotte Sänger stand sie gemeinsam mit Jörg Schüttauf von 2002 bis 2010 vor der Kamera. Neben ihrer Schauspieltätigkeit liest Andrea Sawatzki Hörbücher (u. a. Glennkill, Gut gegen Nordwind, Alle sieben Wellen, die Romane von Nicci French und Alan Bradley) und wurde mit der Goldenen Schallplatte geehrt. Für ihre Rolle in der ZDF-Komödie „Bella Vita“ (2010) erhielt Andrea Sawatzki neben zahlreichen anderen Preisen 2011 den Bayerischen Fernsehpreis. Für ihre Synchronisation in „Der gestiefelte Kater“ wurde sie mit dem Deutschen Trickfilmpreis ausgezeichnet. Im März 2013 erschien ihr Romandebüt „Ein allzu braves Mädchen“, mit dem sie 10 Wochen in der Spiegelbestsellerliste vertreten war und im Oktober die Weihnachtskomödie „Tief durchatmen, die Familie kommt“. Die Fortsetzung „Von Erholung war nie die Rede“ folgte ein Jahr später, 2015 der Psychothriller „Der Blick fremder Augen“ und der dritte Teil rund um die chaotische Familie Bundschuh „Ihr seid natürlich eingeladen“ 2016. Aktuell schreibt sie am vierten. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Berkel, hat sie die Schirmherrschaft für die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ übernommen.

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Mit seinem unverwechselbaren Auftreten und seinem charakteristischen Aussehen, bleibt der Berliner Schauspieler jedem Zuschauer sofort in Erinnerung, sei es in zahlreichen Kinorollen oder seit Oktober 2006 als „Der Kriminalist“ in der gleichnamigen ZDF-Reihe. Für seine Wandlungsfähigkeit und beeindruckende Darstellung der Rolle des Helmut Schmidt in „Mogadischu“, den er zuvor schon in „Die Sturmflut“ verkörperte, erhielt er die „Goldene Kamera“. Einem internationalen Publikum ist er durch „Operation Walküre“ mit Tom Cruise oder „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino bekannt. Für „Der Untergang“ erhielt er 2004 den Bambi. 2011 erhielt er für seine Rolle im TV-Zweiteiler „Der Mann mit dem Fagott“ den BAMBI-Publikumspreis und wurde für „Der letzte Angestellte“ beim Filmfestival FANTASPOA in Brasilien als bester Schauspieler geehrt. 2012 erhält er den deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Mehrteiler“ für „Der Mann mit dem Fagott“ und 2014 ist er nominiert für den Bayerischen Fernsehpreis als bester Seriendarsteller für „Der Kriminalist“. 2016 drehte er an der Seite von Isabelle Huppert unter der Regie von Paul Verhoevens ELLE, der in Cannes Weltpremiere feierte und für Frankreich ins OSCAR®-Rennen ging. In der Amazon Prime Eigenproduktion „Beat“ (2018) spielt Berkel eine der Hauptrollen. ist sein Autorendebüt „Der Apfelbaum“ erschienen, das sich seit 25 Wochen in den Bestsellerlisten hält. Christian Berkel ist Schirmherr der Stiftung „Ein Platz für Kinder“.









Matthias Matschke und David Rott lesen aus Giacomo Casanova: Memoiren – Geschichte meines Lebens

Beginn: 20:30 Uhr | Dauer: ca. 75 min

Die Memoiren bestehen aus insgesamt 12 Bänden, in denen Casanova seine abenteuerlichen und erotischen Erlebnisse schildert. Das 18. Jahrhundert in all seiner bildhaften Komplexität zwischen Volksnähe und aristokratischen Elementen wird hier abgebildet und wird von einem ungewöhnlichen Duo vorgetragen. Die Künstler von Costumi werden die Lesung mit ihren Gewändern und Kostümen sowohl auf Puppen ausgestellt als auch als Walking Act untermalen und illuminieren.

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Matthias Matschke wird 1968 in Marburg an der Lahn geboren. Nach dem Abitur studiert er zunächst Deutsch und Religion auf Lehramt, dann an der Hochschule der Künste in Berlin Schauspiel. Es folgen Engagements an der Volksbühne Berlin, der Schaubühne am Lehniner Platz, an den Schauspielhäusern Hamburg und Zürich. 1998 wählten Kritiker Matschke in „Theater heute“ zum Nachwuchsschauspieler des Jahres. Seit 2011 spielt er u.a. am Wiener Burgtheater. Sein Leinwanddebüt gab er in Leander Haußmanns „Sonnenallee“. Es folgten Rollen in diversen Kinoproduktionen, u.a. in „Liebesluder“, „Soloalbum“, „Vollidiot“, „Meine schöne Bescherung“, „Boxhagener Platz“, „Die zwei Leben des Daniel Shore“, „Resturlaub“, „Vatertage“. In den internationalen Kinoproduktionen „Die Bücherdiebin“ und „Grand Budapest Hotel“ spielte Matschke ebenfalls mit. Im TV war er in „Krupp – Eine Familie zwischen Krieg und Frieden“, „Tatort: Borowski und der vierte Mann“, „Ein starkes Team“, „Helen Dorn“, „Schuld“ u.v.m. zu sehen. „Der Fall Barschel“, in dem Matthias Matschke die Hauptrolle spielt, wurde 2015 mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet. Anfang 2018 war Matschke in Matti Geschonnecks „Südstadt“ zu sehen. Matschke wechselt wie kaum ein anderer Schauspieler zwischen ernstem und komödiantischem Fach. So war er von 2002 bis 2012 festes Ensemble-Mitglied bei „Ladykracher“ mit Anke Engelke, spielt seit neun Staffeln den „Hagen“ in der Comedy-Serie „Pastewka“, wirkt regelmäßig in der „heute show“ und bei „Sketch History“ mit. Die dritte Staffel der Krimiserie „Professor T.“, in der er die Titelrolle, ist aktuell im TV zu sehen.

Mehr zu David Rott

Mit 19 geht der 1977 in Leverkusen geborene David Rott nach Wien, um dort am Max-Reinhardt-Seminar in der Meisterklasse von Klaus Maria Brandauer Schauspiel und Schauspielregie zu studieren. Nach seinem Abschluss wird Rott für zwei Spielzeiten Ensemblemitglied des Burgtheaters. Hier ist er unter anderem in Christina Paulhofers Inszenierung von Wedekinds „Frühlings Erwachen“ zu sehen. Bereits 2001 zeichnet ihn die Zeitschrift Theater heute als besten Nachwuchsdarsteller aus. Bis 2003 folgen Engagements bei den Bregenzer Festspielen, den Wiener Festwochen sowie am Deutschen Theater in Berlin, wo Rott in „Trauer muss Elektra tragen“ von Konstanze Lauterbach mitwirkt. Von 2003 bis 2005 ist er wiederum festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, wo ihn in „The Mercy Seat“ von Neil LaBute erneut Christina Paulhofer inszeniert. Neben zahlreichen anderen Engagements ist er von 2008 bis 2011 als Romeo in „Romeo und Julia“ im Münchner Residenztheater zu sehen. In seine Züricher Zeit fällt 2003 sein Filmdebüt in Marco Kreuzpaintners GANZ UND GAR, wofür er beim Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet wird. Es folgten weitere Rollen in Film- und Fernsehproduktionen; darunter in Sherry Hormanns Coming-Out-Komödie MÄNNER WIE WIR (2004), in PLAYA DEL FUTURO (2005) von Peter Lichtefeld, in SISI (2009), wo er Kaiser Franz Joseph spielt. Für seine Interpretation des jungen Udo Jürgens in der mehrfach ausgezeichneten Produktion DER MANN MIT DEM FAGOTT (2011) erhält er 2013 den Golden Panda Award als Bester Schauspieler. Im September 2017 war er als Titelfigur in der RTL-Serie BAD COP zu sehen, in der Rott den Kriminellen Jan Starck gibt, der die Identität seines toten Zwillingsbruders, Polizeikommissar Jesko Starck, annimmt. Im Kino ist David Rott zuletzt 2018 in WAS UNS NICHT UMBRINGT von Sandra Nettelbeck zu sehen. Im Jahr 2018/20 stand bzw. steht er für die dreiteilige Reihe „Väter allein zu Haus“ als einer der Protagonisten vor der Kamera.




Manfred Lütz liest aus Als der Wagen nicht kam – Eine wahre Geschichte aus dem Widerstand

Beginn: 22:30 Uhr | Dauer: ca. 60 min

Vom unbeschwerten Studentenleben, über den Einsatz in einer Elitedivision im 1. Weltkrieg, seiner Tätigkeit beim Völkerbund in Genf bis zu seiner Mitgliedschaft im Kreisauer Kreis, den Hitler-Attentätern vom 20. Juli zeichnet Manfred Lütz die bewegte Geschichte seines Großonkels nach, deren Thematik Widerstand zu leisten aktueller ist denn je.

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Der Arzt Dr. med. Manfred Lütz leitet das Alexianer-Krankenhaus in Köln und ist zugleich leidenschaftlicher Autor und Kolumnist.
Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem 20. Juli 1944 findet Manfred Lütz zufällig die Tagebücher seines Großonkels Paulus van Husen – der bis dahin unbekannte Bericht eines Zeitzeugen, den es immer wieder an die Brennpunkte der Geschichte des 20. Jahrhunderts verschlagen hatte. Vom unbeschwerten Studentenleben, über den Einsatz in einer Elitedivision im 1. Weltkrieg, seiner Tätigkeit beim Völkerbund in Genf bis zu seiner Mitgliedschaft im Kreisauer Kreis, den Hitler-Attentätern vom 20. Juli zeichnet Manfred Lütz die bewegte Geschichte seines Großonkels nach, deren Thematik Widerstand zu leisten aktueller ist denn je.