Literatur im Park

Die Lesungen unter dem Motto “Leise Töne – Markante Stimmen – Spannende Geschichte(n)” mit prominenten Stimmen aus der Film- und Fernsehwelt waren beim Publikum immer sehr beliebt und sollten auch im Jahr 2021 nicht verpasst werden.

Das Motto „Les Rendez-vous au Park Sanssouci“ der Potsdamer Schlössernacht hat die Auswahl der Texte für die Literaturlesungen im besten Sinne vorgegeben, ja leicht gemacht: französische Literaturklassiker stehen im Mittelpunkt, spannendende Figuren und hinreißende Geschichten von weltberühmten Autoren unseres Nachbarlandes, je individuell erzählt und vorgetragen von prominenten und beliebten Stars der deutschen Film- und TV- Welt, die diese Texte gekonnt in Szene setzen – und die handelnden Hauptpersonen dabei kongenial verkörpern und portraitieren.

Freitag, 20. August 2021

Jules Verne – In 80 Tagen um die Welt”

Benjamin Sadler

18:30 Uhr | westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Inhalt
In diesem vielleicht populärsten Roman des französischen Autors, erschienen 1873, geschieht eigentlich Unmögliches: wie der spleenige britische Gentleman Phileas Frogg und sein französischer Diener Passepartout aufgrund einer Wette in 80 Tagen von London und Paris aus über die Kontinente jagen und dabei größte Hindernisse überwinden müssen, um diese Wette ehrenvoll zu gewinnen, das ist schon spektakulär und actionreich genug. Dass der spröde Engländer – zwischen Abenteuern in Arabien, Indien, Japan, dem Wilden Westen der USA – unterwegs auch noch seine Zukünftige findet, macht die Erzählung wunderbar komplett.

„A. Dumas – Die Kameliendame”

Nina Hoss & Benno Fürmann

20:30 Uhr | westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Inhalt
Die Geschichte ist anrührend -und weltbekannt: im ebenso mondänen wie freizügigen Paris des 19. Jahrhunderts verlieben sich die junge Kurtisane Marguerite Gautier und der elegante Armand Duval. Aus einem ersten oberflächlichen Flirt entsteht echte Liebe, die aber nicht sein darf. Zu groß sind die gesellschaftlichen Schranken, zu groß die Widerstände von Armands bourgeoisem Vater. Marguerite kehrt, zurückgestoßen und gekränkt, in ihr altes Milieu zurück, wo Armand sie schließlich sucht und findet, jedoch zu spät. Die Versöhnung gelingt erst auf dem Totenbett, denn:  Marguerite ist schwer an Tuberkulose erkrankt.

Samstag, 21. August 2021

St. Exupery – Der kleine Prinz”

Dietmar Bär

18:30 Uhr | westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Inhalt
Groß und Klein lieben dieses skurrile, 1943 erschienene moderne Kunstmärchen, mit dem der französische Pilot und Autor zu Weltruhm kam: die wundersame Reise des kleinen Helden, der sich von seinem Miniplaneten aus auf eine Reise zur großen Erde macht, um etwas Verlorenes zu suchen, ist eine Parabel auf Menschlichkeit, auf Hoffnung, auf das Glück hinter den kleinen Dingen – und kindliche Kritik an der Erwachsenenwelt, in der jeder mit sich mit sich selbst beschäftigt zu sein scheint und der Konsumwelt allenthalben alles geopfert wird: eine Mahnung, der wir dieser Tage aus gegebenem Anlass wieder mit neuer Achtsamkeit zuhören.

J. M. Leprince de Beaumont – Die Schöne und das Tier”

Andrea Sawatzki & Christian Berkel

18:30 Uhr | westliche Pflanzenhalle des Orangerieschlosses

Inhalt
Es ist eines der beliebtesten Märchen aller Zeiten, auch die literarische Vorlage für den weltberühmten Disney-Klassiker: Wie die verarmte Kaufmannstochter in den Bann des vermeintlichen Ungeheuers gerät, das einsam in seinem Waldschloss mit einem unheimlichen Tross haust, wie das Ungeheuer sich durch die unerschrockene Liebe des schönen jungen Mädchens wandelt und sich schließlich als der von ihr ersehnte Prinz erweist, das ist in jedem Sinne magisches großes Kino.

„Jean Bapiste Moliere – Scaranelle”

Marsha Cox & Schauspieler*innen

täglich | 18:00 Uhr und 20:00 Uhr | vor der Bildergalerie

Inhalt

Regisseurin Marsha Cox und ihre wunderbare Schauspieler*innen-Truppe haben bei der Schlössernacht 2019 mit Shakespeare begeistert, nun nehmen sie sich den größten französischen Bühnendramatiker vor: „Scaranelle“ (Uraufführung 1660) ist eine der beliebtesten Komödien Molieres, ein rasantes Verwirrspiel rund um die Irrungen und Wirrungen zweier Pärchen, die sich so richtig in Eifersüchteleien, vermeintlichem Liebesbetrug und gegenseitigen Verdächtigungen verlieren.
Das meisterliche, sowohl von theatralisch-plattem Slapstick wie tiefer Menschenkenntnis geprägte Bühnenwerk war, sicher nicht ohne tieferen Grund, eines der Lieblingsstücke Ludwig XIV.
Und ja, wie so oft bei Moliere: hier darf herzhaft gelacht werden!

Schirmherr der Potsdamer Schlössernacht

Max Moor

Die Veranstalter freuen sich, dass Max Moor zum dritten Mal die Schirmherrschaft für die Literaturlesungen der Potsdamer Schlössernacht übernimmt. Der in Brandenburg lebende Schauspieler, Autor und Moderator des ARD Kulturflagschiffs „ttt – Titel, Thesen, Temperamente“ hat mit seinem medialen Engagement entscheidend dazu beigetragen, dass die neuen, meist etwa 75-minütigen Lesungen, vorgetragen an und in besonderen Orten des Parks Sanssouci und dort von kleinen Musikpausen gerahmt, vom großen Publikum mit Begeisterung wahrgenommen wurden und inzwischen integraler Bestandteil der Schlössernacht sind. Merci, cher Max!

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